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News | Zwei Preise, ein Gewinner

Bosch Jaipur gewinnt gleich zwei National Safety Awards

Der National Safety Award ist der bedeutendste Sicherheitspreis Indiens. Er würdigt Engagement im Hinblick auf zwei Kennzahlen: das unfallfreie Jahr und die niedrigste Unfallrate. Am 17. September kürte das Ministerium für Arbeit und Beschäftigung in Neu Delhi die diesjährigen Gewinner. Pravin Saraf, Vice President Plant Technical Head am Bosch-Standort Jaipur, nahm die Preise stellvertretend für das Unternehmen gleich in beiden Kategorien entgegen.

 

Shri Santosh Gangwar, Minister für Arbeit und Beschäftigung, prämierte in Neu Delhi Leistungen, die Unternehmen 2015 erbracht haben. Der National Safety Award würdigt damit indirekt auch die Anstrengungen von Bosch Jaipur ab dem Jahr 2011. Denn in diesem Jahr entwickelte der Standort seine Vision in punkto Sicherheit: Er möchte vorfallfrei arbeiten.

Seit fünf Jahren unfallfrei                                                  

Der „Zero accident Approach“ von Bosch Jaipur setzte auf der höchste Führungsebene an. Eine Strategie, die aufging: Nach zwei Unfällen in den Jahren 2011 und 2012 wurde das Augenmerk vor allem auf technische Kontrollen und das Verhalten der Mitarbeiter gelegt. Zudem wurden das mittlere Management sowie die Beschäftigten und Vertragsarbeiter intensiv eingebunden. Gerade zwei Jahre nach Start des Programms war Bosch Jaipur unfallfrei – und ist es seither durchgehend. Um dieses hohe Niveau an Arbeitsschutz weiter zu festigen, adressieren die Verantwortlichen seit 2016 über die Initiative „Safety 360° drive“ auch die Familien der Mitarbeiter. Darüber hinaus hatte Bosch Jaipur im März vergangenen Jahres die Maschinen einen ganzen Tag lang stillstehen lassen, um sich dem Thema Sicherheit zu widmen.

Der Standort Jaipur trug damit wesentlich dazu bei, dass die „Unfälle pro einer Million Arbeitsstunden“ bei Bosch 2016 weiter zurückgingen. Es sind jetzt 2,7. Im Jahr 2007 belief sich der Wert noch auf 6,8.

Mehr über die Fortschritte des Unternehmens in Sachen Arbeitssicherheit finden Sie hier.

News | Silberhochzeit für Umweltnormen

Bosch diskutierte bei 25-jährigem Jubiläum des „Töpfervertrags“

Ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Zusammenarbeit stand am 15. September im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Fokus. Dort fand die Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Vereinbarung zwischen dem Bundesumweltminister und dem Deutschen Institut für Normung (DIN) über die Berücksichtigung von Umweltbelangen in der Normung statt.  Im Rahmen der Feierlichkeiten tauschen sich rund 100 Gäste – unter ihnen Bernhard Schwager, Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit bei Bosch und Obmann des DIN-Ausschusses „Umweltmanagement/Umweltaudit“ – zu den Meilensteinen und Herausforderungen nachhaltiger Normungsarbeit aus. 

https://sustainabilityblog.bosch.com/documents/4321687/4322991/KW40_DIN.jpg/5800d6be-fb4b-1467-f489-32aa59e57a81?t=1506073173950

(Foto: Christian Kruppa)

Vielfältiges Festprogramm

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung betonte Ministerialdirektor Dietmar Horn, Abteilungsleiter im BMUB und DIN-Präsidiumsmitglied, die Bedeutung des sogenannten „Töpfervertrags“  für das Zusammenspiel von Umweltschutz und Normung.  Einen Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Töpfer. Der ehemalige Bundesumweltminister und Namensgeber der Vereinbarung erläuterte den Stellenwert von Normungsinstrumenten für ordnungspolitische Initiativen wie die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Diese hat zum Ziel, wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen ökologischer Grenzen zu gestalten. In der anschließenden Podiumsdiskussion blickten Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbandswesen auf die Höhepunkte der vergangenen 25 Jahre zurück und erörterten zukünftige Schwerpunktthemen. Bernhard Schwager unterstrich in seinem Beitrag die Erfolgsgeschichte der Umweltquerschnittsnormung. Mit der Grundnorm ISO 14001, die mittlerweile in rund 300.000 Organisationen angewandt wird, hat sich diese Managementsystemnorm hinter der Qualitätsnorm ISO 9001 auf den zweiten Platz in der ISO-Welt vorgearbeitet. Allein bei Bosch besitzen 257 Standorte weltweit ein Zertifikat entsprechend ISO 14001.

25 Jahre Umweltkompetenz

Der „Töpfervertrag“ von 1992 war der Startschuss für die Gründung der DIN-Koordinierungsstelle Umweltschutz (KU) und des DIN-Normenausschusses Grundlagen des Umweltschutzes (NAGUS). Sie tragen maßgeblich dazu bei, Umweltgesichtspunkte in den täglichen Abläufen von Organisationen zu verankern. So unterstützt die KU die DIN-Normenausschüsse dabei, Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Arbeit einzubetten. Der NAGUS erarbeitete federführend wegweisende Normen wie ISO 14001 zu Umweltmanagementsystemen, ISO 14040 zu Ökobilanzen und sowie ISO 50001 zu Energiemanagementsystemen. Diese und weitere Richtlinien leisten heute weltweit einen wichtigen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen.

Mehr Informationen über 25 Jahre  „Töpfervertrag“  finden Sie hier.

News | Im Wettrennen zu höherer globaler Lebensqualität – der SDG-Index

Knapp zwei Jahre nach der Entwicklung der Sustainable Development Goals ziehen Experten eine erste Zwischenbilanz

Gleichberechtigung schaffen, Armut stoppen und den Klimawandel aufhalten – im Jahr 2015 verabschiedeten Staats- und Regierungschef aus 157 UN-Mitgliedstaaten 17 Sustainable Development Goals (SDGs). Aber wie weit haben wir uns den Nachhaltigkeitszielen bereits angenähert? Antworten gibt der SDG-Index. Dieser prüft die Länder anhand von 99 Indikatoren und zeigt in einem Ranking, wer den Zielen am nächsten ist. Die ersten drei Plätze belegen in diesem Jahr Schweden, Dänemark und Finnland. Schlusslichter sind die demokratische Republik Kongo, Tschad und die zentralafrikanische Republik. Deutschland steht auf Rang sechs und punktet mit einer geringen Armutsquote sowie guten Werten bei Bildung und industriellem Fortschritt. Ausbaufähig sind in der Bundesrepublik dagegen Klima- und Meeresschutz sowie nachhaltiges Produktions- und Konsumverhalten.

Der globale Norden stand in den letzten Jahren allerdings besser im Index da als legitim. Grund dafür sind Auswirkungen von Industriestaaten auf ärmere Länder, zum Beispiel durch ausgelagerten Ressourcenverbrauch und Rüstungsexporte. Durch solche klettern industrialisierte Länder im Ranking nach oben, während die Länder des globalen Südens absinken. In der jüngsten Ausgabe des SDG-Index wurden die sogenannten „Spillover-Effekte“ deshalb erstmals berücksichtigt.

Die SDGs als Richtschnur

Elf der 17 SDGs hat Bosch, Mitglied des Global Compact der Vereinten Nationen, als unternehmensweite Vorgaben übernommen. „Dank der Entwicklungsziele können wir unsere Aktivitäten an ihrer gesellschaftlichen Relevanz spiegeln und uns fragen: Wie tragen unsere innovativen Lösungen zum nachhaltigen sozialen Wandel bei?“, erklärt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. 55 Prozent seines Forschungsbudgets investierte das Unternehmen im Jahr 2016 in Umwelt und Sicherheit. Bosch engagiert sich zum Beispiel für CO2-sparende Innovationen im Bereich von Elektromobilität und automatisiertem Fahren.

Außerdem setzt sich das Unternehmen in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung für gemeinnützige Institutionen ein. So entstand 2016 das Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen. Dr. Volkmar Denner resümiert: „Die eigene Position stetig prüfen, Perspektivwechsel zulassen – und bereit sein, neue Wege zu gehen. Ich bin überzeugt, dass die Wirtschaft mit einem solchen Innovationsverständnis ganz wesentlich helfen kann, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen.“

Weitere Informationen und Details zu den Nachhaltigkeitszielen der UN finden Sie im SDG-Index.

Wie sich Bosch für die SDGs engagiert, lesen Sie im Nachhaltigkeitsbericht.

News | Freiheit ist erste Wahl

Bosch lässt Exiljournalisten zu Wort kommen

Neues aus der Robert Bosch Stiftung

Starke Stimmen gegen Unfreiheit und Unterdrückung: Für Exiljournalisten, die aus Konfliktgebieten und Diktaturen geflohen sind, ist das Recht auf freie Wahlen eine wichtige Errungenschaft. Im Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September hatte die Robert Bosch Stiftung daher gemeinsam mit dem Tagesspiegel und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu einer besonderen Gesprächsreihe geladen. Im Rahmen von Workshops diskutieren geflüchtete Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Iran, der Türkei und Aserbaidschan die Themen Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung. Die daraus entstandenen Beiträge sind in der Beilage "Wir wählen Freiheit" im Tagesspiegel erschienen.

Jamal Ali (Foto: Doris Klaas)

 

"Ich bin frei, wenn ich mich nicht mehr dafür rechtfertigen muss, was ich bin. Wenn ich endlich sein kann, wer ich bin. Als ich nach Deutschland kam, fühlte ich mich total frei, ich war euphorisch; ich kam aus dem Gefängnis nach Berlin. Aber man gewöhnt sich sehr schnell an die Freiheit und kann nicht mehr darauf verzichten. Manchmal fühle ich mich unfrei, weil ich mich auch jetzt noch rechtfertigen muss – dafür, dass ich hier bin. Ich muss mich akzeptiert, mindestens toleriert fühlen."

Jamal Ali (30, Aserbaidschan, seit 2012 in Deutschland) arbeitet beim aserbaidschanischen Exilmedium Meydan TV und ist Volontär der mabb bei ALEX Berlin. In seinem  Beitrag beschreibt er die Lage von Journalisten in seiner Heimat und die Rolle von Erdölimporten in der europäischen Außenpolitik.

 

Negin Behkam (Foto: Doris Klaas)


"Was ist Freiheit für mich? Dass ich nicht mehr gezwungen bin, im öffentlichen Raum Kopftuch zu tragen? Oder dass ich nicht befürchten muss, im Gefängnis zu landen, weil ich meine Meinung sage? Natürlich habe ich in Deutschland mehr Freiheiten als im Iran. Aber mein Kampf für mehr Freiheit ist trotzdem noch nicht beendet. Ich würde gerne eines Tages in dieser Gesellschaft als Individuum betrachtet werden und nicht nur als Vertreterin eines Landes, aus dem ich geflohen bin, und einer Religion, mit der ich unterdrückt wurde."

Negin Behkam (33, Iran) ist seit 2011 in Berlin, wo sie bei der Nachrichtenplattform „Amal, Berlin!“ arbeitet. Ihre Artikel befassen sich mit dem politischen System im Iran und der Debatte um die deutsche Leitkultur.

 

Mustafa Aldabbas (Foto: Kitty Kleist-Heinrich)


"Freiheit bedeutet für mich: Als Journalist die Möglichkeit zu haben, frei zu schreiben und offen zu kritisieren – ohne Gefahr zu laufen, zensiert oder auf eine schwarze Liste gesetzt zu werden. Als schwuler Mann meine Sexualität nicht verstecken zu müssen – ohne Angst zu haben, deshalb diskriminiert, gefoltert oder getötet zu werden. Von Gesetzen geschützt zur werden, die mir die gleichen Rechte, aber auch die gleichen Pflichten zusichern wie allen Bürgern. Freiheit bedeutet für jeden Menschen etwas anderes, und dennoch müssen wir alle zusammen für das gleiche Ziel kämpfen und einstehen."

Mustafa Ahmad Aldabbas (30, Syrien) kam 2015 nach Deutschland. Er ist freier Journalist und behandelt in seinem Beitrag den Umgang mit Homosexualität im arabischen Raum und Deutschland.

 

Das Projekt „Wir wählen Freiheit“ ist Teil des Schwerpunktes Migration, Integration und Teilhabe der Robert Bosch Stiftung. Dieser hat zum Ziel, die Vielfalt von Kulturen und Religionen in Deutschland anzunehmen und zu gestalten. 

Mehr Informationen und alle Beiträge rund um „Wir wählen Freiheit“ finden Sie hier: Link

News | Ein Bildungsprojekt macht Schule

Bosch engagiert sich mit außergewöhnlicher Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit in Italien

Fußball-Weltmeister 1982, viermaliger italienischer Meister und zweimaliger Champions-League-Sieger – Daniele Massaro ist jemand, dem Italiens Jugend gerne zuhört, wenn er vom Arbeitsleben spricht. Auf eben diese Vorbildfunktion setzt das Programm „Allenarsi per il Futuro“ (zu Deutsch: „Trainieren für die Zukunft“), das verdiente Profisportler zu Vorträgen in die Schulen des Landes einlädt. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative von Bosch und der Personalvermittlung Randstad. Im bereits dritten Jahr adressiert es die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Italien, die im Juli 2017 bei 35,5 Prozent lag. Zum Vergleich: In Deutschland sind rund 6,5 Prozent der Jugendlichen ohne Anstellung.

„Allenarsi per il Futuro“ möchte Abhilfe schaffen, indem es Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Dafür bietet das Projekt Beratungsmöglichkeiten an und vermittelt Betriebspraktika – mehr als 700 im vergangenen und bereits 350 im laufenden Jahr. Die Paten aus dem Profisport füllen die Botschaft des Projekts mit Leben: „Am Ende ist jeder Gewinner ein Träumer, der niemals aufgibt“, sagt Roberto Zecchino, Personalchef von Bosch-Südeuropa, über die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Daniele Massaro. „Das ist der Spirit, den wir an die Schülerinnen und Schüler weitergeben wollen: einen Traum zu haben, aber vor allem hart dafür zu arbeiten, um diesen zu verwirklichen.“

„Allenarsi per il Futuro“ ist eines von zahlreichen Bildungsprojekten im Rahmen der „Ausbildungsinitiative Südeuropa“ von Bosch. Sie engagiert sich gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Ländern wie Italien und Spanien, wo aktuell gar 38,6 Prozent der Jugendlichen ohne Beschäftigung sind. Angesichts dessen – und vor dem Hintergrund zahlreicher positiver Rückmeldungen zum Programm – läuft „Prepare for the future“ seit 2016 auch in Spanien. Zudem hat Bosch in den zurückliegenden drei Jahren insgesamt 175 Ausbildungsplätze für Jugendliche aus Italien, Portugal und Spanien geschaffen.

Lesen Sie hier mehr zur „Ausbildungsinitiative Südeuropa“ von Bosch sowie zum darin eingebetteten Ausbildungskonzept.