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News | Start-up-Drive für bessere Luftqualität

Bosch setzt verstärkt auf die Innovationskraft von Gründern

Laut einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden 90 Prozent der Erdbevölkerung unter den Folgen schlechter Atemluft. In armen Staaten Afrikas und Asiens sowie in Mega Cities – also in Städten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern – herrschen die schlechtesten Bedingungen. Auf den enormen Handlungsbedarf reagiert Bosch nicht nur mit eigenen Lösungen wie Luftmessgeräten, virtuellen Kraftwerken und Mobilitätsservices, sondern kooperiert auch verstärkt mit Start-ups. Im Mai suchte Bosch den Dialog mit Gründern auf dem Tech-Event „Pioneers'18“ in Wien, bei dem 2 500 junge Unternehmer aus aller Welt mit etablierten Firmen zusammenkamen.

 

Teilnehmer der Bosch-Pitching-Challenge (Quelle: Robert Bosch AG/APA-Fotoservice/Schedl, Bild: Ludwig Schedl)

 

Bessere Raumluft dank smartem Gegenstand

In einem Ideenwettbewerb stritten Start-ups um die beste Idee, wie Echtzeitdaten aus Luftmess-Sensoren zu konkreten Maßnahmen führen können: Bei der sogenannten „Bosch Pitching Challenge“ waren kreative Ansätze rund um das Internet der Dinge gefragt. Gewonnen hat eine Technologie, die sich um die Luftqualität in Räumen kümmert: Das italienische Start-up „Clairy“ hat einen smarten Blumentopf entwickelt, der die Luft im Raum auf natürliche Weise sauber hält. Der Trick: Ein kleiner Ventilator belüftet die Wurzeln der Pflanze, die so Schadstoffe besser aufnehmen kann und sie in Sauerstoff umwandelt. Diese Idee hat die Jury überzeugt und das Start-up hat jetzt die Chance, seine Ideen gemeinsam mit Bosch-Experten weiterzuentwickeln.

 

Paolo Ganis, einer der Gründer des Start-ups Clairy (Quelle: Robert Bosch AG/APA-Fotoservice/Schedl, Bild: Ludwig Schedl)

 

Immer häufiger wird Bosch für nachhaltige Lösungen auch selbst zum Gründer – so wie bei Triffix. Das hauseigene Start-up hat sich auf „virtuelle Schilder“ spezialisiert, die aktuell im deutschen Stuttgart getestet werden. Die Verkehrsleitzentrale der Stadt sendet relevante Informationen inklusive Handlungsempfehlungen an Triffix, wo sie als Push-Nachricht direkt auf dem Smartphone der Verkehrsteilnehmer landen. Kurzum: Jeder erhält die wichtigsten Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort, kann Hindernisse einfach umfahren und bleibt im optimalen umweltschonenden Verkehrsfluss.

 

Weitere Informationen zur Pitching-Challenge erhalten Sie hier.

Mehr Start-up-Ideen, die Bosch fördert, finden Sie auf der Bosch Start-up-Plattform.

News | Robert Bosch Juniorprofessur 2018: Artenschutz und nachhaltige Ressourcennutzung in Afrika

Die Juniorprofessur für „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ der Robert Bosch Stiftung geht an Dr. Jacqueline Loos 

Eine der zentralen Fragen beim Artenschutz und dem Erhalt von Biodiversität in Entwicklungsländern lautet: Wie lässt sich die Natur schützen, ohne dass die lokale Bevölkerung Hunger leidet? Diese Frage möchte die Robert Bosch Juniorprofessorin 2018, die Umweltwissenschaftlerin Dr. Jacqueline Loos von der Leuphana Universität Lüneburg, mit ihrer Forschung beantworten. Der Titel ihrer Arbeit: “Wildlife, Values, Justice: Reconciling Sustainability in African Protected Areas.” Darin erforscht sie die Effektivität von Naturreservaten in Sambia und Tansania, in denen mehr als ein Drittel der Fläche aus geschützten Gebieten besteht.

Dr. Jacqueline Loos, Robert Bosch Juniorprofessur 2018 (Bild: Robert Bosch Stiftung / Robert Thiele)

Naturschutz und nachhaltige Ressourcennutzung

Eine wichtige Herausforderung ist, dem Bevölkerungswachstum in den subsaharischen Ländern Afrikas zu begegnen. Loos kommt zu dem Schluss, dass ein Naturschutzgebiet nur dann funktioniert und seinem Zweck vollständig gerecht wird, wenn die örtliche Bevölkerung nicht darunter leidet. Es bedarf also der Balance zwischen Schutz und nachhaltiger Nutzung der hiesigen Ressourcen. Loos möchte mit ihrer Forschung dazu beitragen, ein Bild der Lebensrealitäten vor Ort zu zeichnen und den Natur- und Artenschutz damit in Einklang zu bringen. „Den Kampf um die Artenvielfalt können wir nicht gewinnen, wenn die lokale Bevölkerung hungert“, sagt Dr. Jacqueline Loos. „Wenn wir wollen, dass Schutzgebiete richtig funktionieren, muss auch die lokale Bevölkerung davon profitieren. Dazu müssen wir ihre Bedürfnisse berücksichtigen und sie in Entscheidungsprozesse miteinbeziehen.“ Für ihre Forschung nutzt sie auch moderne Technik, wie Drohnen und automatisierte Bildverarbeitung, um die Tierpopulation im Untersuchungsgebiet zu erfassen. Loos erhält von der Robert Bosch Stiftung eine Million Euro über fünf Jahre.

Mehr als eine Million Euro Fördergeld

Die Robert Bosch Stiftung möchte die Nachhaltigkeitswissenschaft in Deutschland stärken und schreibt seit 2008 jedes Jahr die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ aus. Damit sind bis zu einer Million Euro für fünf Jahre eigenständiger Forschung an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung verbunden. Das Vorhaben soll zur Lösung drängender sozial-ökologischer Probleme beitragen, die besondere Relevanz für Entwicklungs- oder Transformationsländer haben. Die Erkenntnisse sollen einen Beitrag leisten zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen.

Erfahren Sie mehr über das Forschungsprojekt im Video.

 

News | Begeisterung fürs Lernen wecken: 80 Jahre Bosch-Jugendhilfe

Die Bosch-Jugendhilfe feiert ihren 80. Geburtstag

Seit 1938 unterstützt die Bosch-Jugendhilfe Mitarbeiter mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten und ihre Kinder. 3.465 Jugendliche hat Bosch seitdem bereits gefördert. Ziel ist es, sie darin zu bestärken, einen höheren Bildungsabschluss anzustreben. „Es ist bekannt, dass in Deutschland nach wie vor der Bildungsgrad des Elternhauses die Schulkarriere der Kinder beeinflusst“, so Marion Oertel-Nau, Leiterin der Einrichtung. „Außerdem gilt mehr denn je, dass für ein erfolgreiches Berufsleben eine qualifizierte Ausbildung und lebenslanges Lernen erforderlich sind.“

Marion Oertel-Nau, Leiterin der Bosch-Jugendhilfe

Stipendium eröffnet neue Perspektiven

Die Jugendhilfe fördert begabte Mitarbeiter als auch ihre Kinder mit einem Stipendium. Je nach Bedarf kommen verschiedenen Förderbausteine zum Einsatz. Schüler können einen Zuschuss für Nachhilfe erhalten, an einem Mentorenprogramm sowie an Workshops teilnehmen. Studenten erhalten monatliches Büchergeld, einen Zuschuss für Auslandsaufenthalte und die Gelegenheit, zusätzliche Seminare zu besuchen.

Die Geschichte einer Mitarbeitertochter aus Remseck zeigt, wie viel dieses Angebot bewirken kann: Die 23-jährige Gizem Dülger erhielt bereits während ihrer Schulzeit Unterstützung von der Bosch-Jugendhilfe – in einer Zeit, die nicht leicht war für sie: „Ich habe nicht an mich geglaubt, ich war überhaupt nicht motiviert, wusste nicht wohin.“ Durch die Förderung der Bosch-Jugendhilfe erhielt sie eine neue Perspektive, ein Ziel. Heute ist sie Studienabsolventin. Ganz besonders profitiert hat sie von den Seminaren und Stipendiatentreffen, die von der Bosch-Jugendhilfe veranstaltet werden. Dort können sich die Geförderten austauschen und ihr Netzwerk erweitern. Außerdem vertiefen sie wichtige Fähigkeiten, die für die spätere Berufspraxis essenziell sind. Für Gizem waren diese Seminare ein Höhepunkt: „Ich habe dort gelernt, wie ich Präsentationen halte – und noch so viel mehr.“ 

Gizem Dülger, Stipendiatin der Bosch-Jugendhilfe

Mitarbeiter unterstützen Mitarbeiter

Besonders am vielfältigen Angebot der Bosch-Jugendhilfe ist das Engagement der Bosch-Mitarbeiter beim Mentorenprogramm. Sie begleiten die geförderten Schüler zwei Stunden wöchentlich ehrenamtlich und sind Lernbegleiter, Ratgeber und Impulsgeber.

Weitere Informationen zur Bosch-Jugendhilfe finden Sie hier.

Die Geschichte von Gizem Dülger finden Sie hier.

Ein ausführliches Interview mit der Leiterin der Bosch-Jugendhilfe Marion Oertel-Nau finden Sie hier

News | Bosch Nachhaltigkeitsbericht 2017 ist online

Nachhaltige Städte von morgen

2050 werden rund zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Bereits heute verbrauchen Ballungsgebiete rund 75 Prozent der weltweiten Energie. Das Verkehrsaufkommen im urbanen Raum wird sich bis 2050 verdreifachen. Dementsprechend groß ist auch das Potenzial für den Klimaschutz. Deshalb hat sich Bosch 2017 vor allem mit der nachhaltigen Entwicklung in Städten und dem Sustainable Development Goal 11 der Vereinten Nationen auseinandergesetzt. „Die Stadt 2050 nutzt erneuerbare Energien, kombiniert Verkehrsmittel klug und schont Ressourcen“, so Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Kurz: Die Stadt von morgen ist vernetzt, nachhaltig und lebenswert.“ Die vielfältigen Lösungen dafür sind im Bosch Nachhaltigkeitsbericht 2017 zusammengefasst.

Fünf Impulse für eine Transformation der Städte

Bosch hat fünf Impulse definiert, um Städte neu zu denken. Unter dem Motto „neuer Raum“ beschäftigt sich das Unternehmen damit, wie sich der Energieverbrauch im urbanen Gebäudebestand reduzieren lässt. Gleichzeitig treibt Bosch das Thema „neue Mobilität“ voran. Ziel ist es, den Verkehr von morgen mit klimafreundlichen Technologien und vernetzten Infrastrukturlösungen emissionsfrei, stressfrei und unfallfrei machen. Ein Beispiel dafür ist die neue Bremsscheibe iDisc, die im Vergleich zu herkömmlichen Modellen bis zu 90 Prozent weniger Bremsstaub erzeugt.

Im Fokus des Bereichs „neue Arbeit“ stehen Innovationen, die den Arbeitsalltag agiler, effizienter und sicherer machen. Auch auf dem Feld der „neuen Produktion“ setzt Bosch auf ressourcenschonende Anwendungen. So hat beispielsweise das Programm GoGreen seit 2011 weltweit bereits mehr 150 000 Tonnen CO₂ eingespart. Mit dem Impuls „neues Miteinander“ übernimmt Bosch zudem gemeinsam mit seinen Regionalstiftungen gesellschaftliche Verantwortung. Ein Schwerpunkt des Engagements liegt auf der Jugendförderung, um jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft Chancen für eine bessere Zukunft zu bieten.  

Messbare Erfolge

Ein Ergebnis der zahlreichen Maßnahmen: Bosch hat seine CO2-Emissionen 2017 im Vergleich zum Jahr 2007 um rund ein Drittel reduziert. Der Wasserverbrauch ist allein in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 10 Prozent gesunken, die Abfallmenge um mehr als vier Prozent. Gleichzeitig hat Bosch seit 2010 bereits 740 Umwelt- und Arbeitsschutz-Audits bei Lieferanten durchgeführt. Die Zahl der Unfälle pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden ging seit 2007 um rund zwei Drittel zurück. Auch beim Thema Gleichberechtigung der Geschlechter wurden Fortschritte erzielt: 2017 war mehr als jede sechste Führungskraft bei Bosch weiblich.

 

Den Bosch Nachhaltigkeitsbericht 2017 finden Sie hier.

Entdecken Sie hier die Storys zu den fünf Impulsen von Bosch für nachhaltige Städte.

News | Gelebte Vielfalt

Bosch Diversity Day rückt Vielfalt in den Fokus

Mehr als 400.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 125 Standorte, 24 Stunden: Am 26. April feierte Bosch weltweit den 5. internationalen Bosch Diversity Tag. Ziel des jährlichen Events ist es, das Potenzial von Vielfalt innerhalb der Bosch-Gruppe mit Aktionen, Workshops und Dialogforen erlebbar zu machen. Dafür waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um den Globus eingeladen, an Aktivitäten an ihrem Standort teilzunehmen und eigene Ideen einzubringen. Viele von ihnen nutzten den Tag, um Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, Lebensentwürfen und Perspektiven kennenzulernen und sich die Bedeutung von Vielfalt für den Unternehmenserfolg von Bosch bewusst zu machen.

Feedback per Luftpost

An sieben Standorten in Deutschland und Polen fand die Aktion „You made my Day“ statt. Dafür wurden vorab Postkarten mit der Frage „Who makes your day and why?“ verteilt. Bosch-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter füllten die Karten aus und adressierten sie an Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt, um ihnen ihre Wertschätzung auszudrücken. Am Diversity Tag wurden den Beschenkten ihre persönlichen Grußkarten überreicht. „Wir alle sind verschieden und diese Unterschiede zählen“, so Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Unterschiede wertzuschätzen, bewusst mit ihnen umzugehen und Vielfalt für unsere tägliche Arbeit zu nutzen, wird zunehmend erfolgsentscheidend. Hier ist der Einsatz von jedem einzelnen gefordert.” 

Bosch-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort in Dubai feiern den Diversity Tag.

Sich selbst besser verstehen

Ein weiteres Highlight am Diversity Tag waren die weltweiten Workshops zum Thema „Unconscious Bias“. Darin lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr über ihre eigenen unbewussten Denkmuster. Diese helfen Menschen, im Alltag schnelle Entscheidungen zu treffen, können allerdings auch Stereotype und Klischees beinhalten. Durch einen bewussten Umgang mit den eigenen Denkmustern lässt sich das verhindern und so der tägliche Austausch verbessern. In Tschechien notierten Bosch-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter dafür ihren persönlichen „Unconscious Bias“ auf einer Karte und ließen ihn dann an einem Luftballon symbolisch davonfliegen. Zahlreiche weitere Programmpunkte zum Thema Vielfalt rundeten den Diversity Day rund um den Globus ab.