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News | CO2-neutral in die Zukunft

Synthetische Kraftstoffe könnten schon bald klimaneutral Fahrzeuge antreiben

Rund 2,8 Gigatonnen CO2 bis 2050 einsparen – eine Klimavision, die bis vor kurzem noch unrealisierbar zu sein schien. Mit Hilfe von synthetischen Kraftstoffen, auch eFuels genannt, könnte sich das aber bald ändern. Zumindest bei konsequentem Einsatz in PKW, wie eine Bosch-Studie errechnet hat. Anders als bei Biokraftstoffen bedeutet die Herstellung des neuen Sprits keine Abwägung zwischen Tank und Teller, denn begrenzte Anbauflächen spielen hierbei keine Rolle. Die Produktion der eFuels erfolgt ausschließlich mit erneuerbaren Energien sowie der Kombination von Wasserstoff und Kohlenstoff. Letzterer lässt sich sogar mit Filtern aus der Luft gewinnen. Aus diesen beiden Elementen entsteht dann synthetischer Kraftstoff – also Benzin, Diesel, Gas und Kerosin.

 

 

„Um die künftigen Klimaziele zu erreichen, braucht es neben der Elektromobilität weitere intelligente Lösungen“, weiß Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Und tatsächlich: Um das Pariser Klimaabkommen umzusetzen, müssen die CO2-Emissionen des Verkehrs laut der Europäischen Kommission in den kommenden vier Jahrzehnten weltweit um mindestens 50 Prozent sinken, in den Industriestaaten sogar um 85 Prozent. Synthetische Kraftstoffe können hierfür zukünftig ein Schlüssel sein. Der Einsatz der eFuels würde dazu beitragen, dass sich Autofahrer kein neues Elektrofahrzeug zulegen müssen, um die Umwelt zu schonen. Vom Oldtimer bis zum Familientransporter: Jedes Auto kann mit dem synthetischen Treibstoff fahren. Hinzu kommt, dass die Kraftstoffe nahezu rußfrei verbrennen.

Eine Entwicklung mit positiven Aussichten

Bislang ist die Herstellung der eFuels noch sehr kostenintensiv. Aber bei einem guten Absatzmarkt und einer günstigen Strompreisentwicklung könnten die neuen Kraftstoffe zukünftig für 1,00 bis 1,40 Euro pro Liter zuzüglich Steuern durch die Zapfsäulen fließen. Das derzeitige Tankstellennetz wäre weiterhin nutzbar, denn der synthetische Antriebsstoff hat dieselben chemischen Strukturen wie herkömmliches Benzin. Der einzige Unterschied: Die Luft bleibt sauber.

Die eFuels müssen sich allerdings noch durchsetzen. Deshalb erhält das Projekt in Deutschland Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Initiative „Energiewende im Verkehr“. Denn die Kosten der Anlagentechnik müssen sinken und weitere Testanlagen entstehen. Wenn die synthetischen Kraftstoffe also allgemein zugänglich und bezahlbar werden, dann wird der klimaneutrale Verkehrsmotor für die Massen vielleicht doch noch Realität.

Weitere Informationen zum Thema sythetische Kraftstoffe finden Sie hier.

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