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News | Flüsse digital überwachen

Bosch System warnt vor Hochwasser

Der Klimawandel verändert in vielen Regionen der Welt das Wetter: Forscher rechnen mit häufiger auftretenden Überschwemmungen durch Starkregenfälle. Bisher werden die Pegelstände von Flüssen durch mechanische Mittel gemessen. Bis die Daten für Dritte verfügbar sind, können Stunden vergehen. Nicht so beim neuen Flood Monitoring System, das Bosch auf der CES erstmals präsentierte. Die Neuheit kann den Wasserstand von Flüssen oder anderen stadtnahen Gewässern in Echtzeit digital überwachen und frühzeitig vor einer bevorstehenden Überflutung warnen. In einem Pilotprojekt am Neckar bei Ludwigsburg testet Bosch das neue System, das auf zwei Ansätzen basiert. Beide verfolgen Veränderungen von Wasserpegel, Wassergeschwindigkeit und Durchflussleistung.

Messung per Kamera oder Schallwelle

Die erste Lösung funktioniert mit einer Kamera von Bosch Security Systems, die am Flussufer steht. Im Abstand von wenigen Sekunden macht sie Aufnahmen des Gewässers und sendet die Bilder an einen Mini-Computer, der sie über das Mobilfunknetz in die Cloud schickt. Die zweite Lösung hängt als Box kopfüber von der Brückenunterseite und benutzt Ultraschallwellen. Ein Sensor des Start-ups Clever Sensor Integration schickt dreimal pro Minute Ultraschallwellen aus. Durch die Laufzeit des Signals ermittelt der Sensor dann die Distanz zur Wasseroberfläche und erkennt so den Pegelstand. Über das Long-Range-Network funkt ein integrierter Mini-Computer die Daten in die Cloud. Ultraschallsensoren oder Kameras – welche der beiden Lösungen die Beste ist, kommt auf den jeweiligen Anwendungsfall an.

Auswertung in der Cloud

In der Bosch IoT Cloud wertet ein Bilderkennungsalgorithmus die Daten binnen Sekunden aus. „Der Algorithmus erkennt anhand der Aufnahme, um wie viele Zentimeter der Wasserpegel gestiegen oder gesunken ist. Anschließend speichert er den Wert in einer Datenbank“, erklärt Danny Heber, Senior Solution Architect bei Bosch Software Innovations. Wird eine kritische Grenze erreicht, erhält die Stadtverwaltung oder betroffene Bewohner und Geschäftsinhaber frühzeitig ein Signal per SMS. Sie können so rechtzeitig Maßnahmen einleiten, um sich vor Flut oder Hochwasserschäden zu schützen. Interesse an der Lösung gibt es unter anderem von indischen und südamerikanischen Kommunen, die häufig mit Überschwemmungen zu kämpfen haben.

Informationen zu weiteren Neuheiten der CES finden Sie hier.

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