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News | Wie Bosch seine Mitarbeiter für den digitalen Wandel fit macht

Bosch setzt auf virtuelle Expertennetzwerke

In der vernetzten Welt ist ein Schlüssel zum Erfolg eine agile Arbeitsorganisation mit aktiven Expertennetzwerken. Daher nutzt Bosch als eines der ersten Großunternehmen weltweit das Working Out Loud (WOL) Programm, um Mitarbeiter zu vernetzen und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. „Der digitale Wandel ist auch ein kultureller Wandel“, erläutert Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. „Mit Working Out Loud fördern wir die digitale Zusammenarbeit, entwickeln unsere Lern- und Arbeitskultur weiter und stärken so unsere Innovationskraft.“

Der Name Working Out Loud bedeutet so viel wie „sei sichtbar mit deiner Arbeit und teile dein Wissen und deine Erfahrungen“. Es handelt sich um ein Peer Coaching Programm, bei dem die Teilnehmer in sogenannten Circles bestehend aus vier bis fünf Mitarbeitern über zwölf Wochen eine selbst gewählte Aufgabe lösen. Während des Programms bauen sie sich ein persönliches Experten-Netzwerk auf und nutzen externe Social Media Kanäle genauso wie die interne Social Business Plattform „Bosch Connect“. „Sich über Working Out Loud zu vernetzen bedeutet nicht, wahllos Kontakte zu sammeln“, erklärt Katharina Krentz, Expertin für digitale Zusammenarbeit bei Bosch. „Es geht darum zu lernen, wie man sich zielgerichtet mit Experten vernetzt und stabile Beziehungen aufbaut, die einen bei spezifischen Fragestellungen unterstützen und weiterbringen.“

Vom Netzwerk zum Start-up Inkubator

Auch Dennis Böcker, bei Bosch verantwortlich für IT-Innovation bei Bosch, profitierte von WOL. Seine Aufgabe war der Aufbau eines Co-Creation Spaces in den USA, um die Chancen des Internet der Dinge (IoT) für Bosch zu nutzen. „Die Herausforderung war riesig. Ich hatte weder Zugang zu den Behörden noch zu Start-ups“, erinnert er sich. Daher brachte er seine Aufgabe als Ziel in eine Gruppe ein. „Meine Circle Partner haben nicht nur ihr Wissen mit mir geteilt. Ich hatte plötzlich auch Zugang zum Bürgermeister Chicagos und zur Start-up Szene.“ Aus der ursprünglichen Idee eines Co-Creation Spaces entstand durch die Zusammenarbeit im Netzwerk der Start-up Inkubator Chicago Connectory.

Ausgezeichnetes Konzept

Bosch entwickelte WOL gemeinsam mit seinem Erfinder John Stepper weiter und startete 2015 den ersten Circle. Mittlerweile haben bereits mehr als 1 000 Bosch-Mitarbeiter aus über 40 Ländern teilgenommen. Gemeinsam mit anderen Unternehmen hat Bosch zudem die WOL Community of Practice ins Leben gerufen, um die Methode weiterzuentwickeln und möglichst vielen Unternehmen zugänglich zu machen. Dafür erhielten das Unternehmen und weitere Mitglieder den deutschen HR Excellence Award 2017 in der Kategorie „Mitarbeiterengagement und Collaboration“.

Lesen Sie hier ein Interview zu WOL mit Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH.

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