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News | Robert Bosch Juniorprofessur 2018: Artenschutz und nachhaltige Ressourcennutzung in Afrika

Die Juniorprofessur für „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ der Robert Bosch Stiftung geht an Dr. Jacqueline Loos 

Eine der zentralen Fragen beim Artenschutz und dem Erhalt von Biodiversität in Entwicklungsländern lautet: Wie lässt sich die Natur schützen, ohne dass die lokale Bevölkerung Hunger leidet? Diese Frage möchte die Robert Bosch Juniorprofessorin 2018, die Umweltwissenschaftlerin Dr. Jacqueline Loos von der Leuphana Universität Lüneburg, mit ihrer Forschung beantworten. Der Titel ihrer Arbeit: “Wildlife, Values, Justice: Reconciling Sustainability in African Protected Areas.” Darin erforscht sie die Effektivität von Naturreservaten in Sambia und Tansania, in denen mehr als ein Drittel der Fläche aus geschützten Gebieten besteht.

Dr. Jacqueline Loos, Robert Bosch Juniorprofessur 2018 (Bild: Robert Bosch Stiftung / Robert Thiele)

Naturschutz und nachhaltige Ressourcennutzung

Eine wichtige Herausforderung ist, dem Bevölkerungswachstum in den subsaharischen Ländern Afrikas zu begegnen. Loos kommt zu dem Schluss, dass ein Naturschutzgebiet nur dann funktioniert und seinem Zweck vollständig gerecht wird, wenn die örtliche Bevölkerung nicht darunter leidet. Es bedarf also der Balance zwischen Schutz und nachhaltiger Nutzung der hiesigen Ressourcen. Loos möchte mit ihrer Forschung dazu beitragen, ein Bild der Lebensrealitäten vor Ort zu zeichnen und den Natur- und Artenschutz damit in Einklang zu bringen. „Den Kampf um die Artenvielfalt können wir nicht gewinnen, wenn die lokale Bevölkerung hungert“, sagt Dr. Jacqueline Loos. „Wenn wir wollen, dass Schutzgebiete richtig funktionieren, muss auch die lokale Bevölkerung davon profitieren. Dazu müssen wir ihre Bedürfnisse berücksichtigen und sie in Entscheidungsprozesse miteinbeziehen.“ Für ihre Forschung nutzt sie auch moderne Technik, wie Drohnen und automatisierte Bildverarbeitung, um die Tierpopulation im Untersuchungsgebiet zu erfassen. Loos erhält von der Robert Bosch Stiftung eine Million Euro über fünf Jahre.

Mehr als eine Million Euro Fördergeld

Die Robert Bosch Stiftung möchte die Nachhaltigkeitswissenschaft in Deutschland stärken und schreibt seit 2008 jedes Jahr die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ aus. Damit sind bis zu einer Million Euro für fünf Jahre eigenständiger Forschung an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung verbunden. Das Vorhaben soll zur Lösung drängender sozial-ökologischer Probleme beitragen, die besondere Relevanz für Entwicklungs- oder Transformationsländer haben. Die Erkenntnisse sollen einen Beitrag leisten zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen.

Erfahren Sie mehr über das Forschungsprojekt im Video.

 

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